Veranstaltungen

Aktion / Initiative

21. Okt 2020
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Jaroslav Rudiš liest aus seinem Roman „Winterbergs letzte Reise“

Dresden Stadtmuseum
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Der Tscheche Jan Kraus arbeitet als Altenpfleger in Berlin. Er begleitet Schwerkranke in den letzten Tagen ihres Lebens. Die Zeit, die er mit seinen Patienten verbringt, nennt er „Überfahrt“. Einer seiner „Matrosen“ ist Wenzel Winterberg, geboren 1918 in Liberec, Reichenberg – ein nach dem Krieg aus der Tschechoslowakei vertriebener Sudentendeutscher. Als Kraus ihn kennenlernt, liegt er gelähmt und abwesend im Bett. Es sind Kraus‘ Erzählungen aus seiner Heimat, die Winterberg ins Leben zurückholen. Er bittet Kraus, ihn auf seiner letzten Reise zu begleiten – eine Reise, die die beiden von Berlin über Reichenberg, Prag, Wien und Budapest nach Sarajevo führt, mitten durch die Geschichte Mitteleuropas. Jaroslav Rudiš hat für seinen auf Deutsch verfassten Roman den renommierten Chamisso-Preis/Hellerau 2019 erhalten.

VA-Ort : Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Str. 2, 01067 Dresden, Eingang Landhausstraße

Kooperation: Städtische Museen Dresden, Literarische Arena e.V.

05. Nov 2020
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„Dämonenräumdienst“

Dresden Stadtmuseum
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„[…] aber sag mir,/ was Buchstaben sind. Löse dich von /deinen Vorlagen. Sprich schneller./ Niemand hier muß verstehen, / was du sagst […].“
Unerhörtes trägt sich zu in den lange erwarteten neuen Gedichten von Marcel Beyer. In jedem einzelnen der exakt vierzig Verszeilen langen Poeme nimmt sich eine andere Figur jede Freiheit, die die strenge Begrenzung ihr lässt, erzählt Geschichten, paraphrasiert Übersetzungen, stellt Reihungen an – kurz: Sie treiben es bunt, manchmal auch wild, so dass am Ende gesagt werden muss: Es wird ernst! Und damit stehen wir poetisch wieder mitten im Leben mit all seinen Licht- und Schattenseiten. Marcel Beyers Geistesblitze rütteln auf und streuen Sand ins Getriebe des allzu Sicheren und so sind auch wir aufgefordert, uns einzumischen.

VA-Ort : Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Str. 2, 01067 Dresden, Eingang Landhausstraße

Kooperation: Städtische Museen Dresden, Literarische Arena e.V.

12. Nov 2020
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„Schon bald“

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Zsuzsanna Gahses Muttersprache ist das Ungarische. Nach dem Ungarnaufstand 1956 floh die Familie in den Westen. In Wien und später in Kassel eignete sie sich die deutsche Sprache an und veröffentlichte ab 1969 literarische Texte und begann einige Jahre später, ermuntert durch ihren Mentor Helmut Heißenbüttel, mit ihrer Übersetzungstätigkeit. Inzwischen wurde sie vielfach ausgezeichnet und erhielt u.a. den Aspekte-Literaturpreis, den Italo-Svevo-Preis sowie den Schweizer Literaturpreis. In ihrem aktuellen Buch steht „schon bald“ ein Aufbruch zu etwas Neuem an und während die Wohnung sich leert, stellt ein altes Paar sich die Frage nach dem was bleibt, wenn man sein bisheriges Leben hinter sich lässt? Es geht um Abschied und Aufbruch und um Entrümpelung, die sich nicht nur auf die Nussbaummöbel, sondern auch auf Lebensgeschichten und Träume bezieht – und es geht darum, die Leere wieder zu füllen.

VA-Ort : Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Str. 2, 01067 Dresden, Eingang Landhausstraße

Kooperation: Städtische Museen Dresden, Literarische Arena e.V.