Nachrichten

Veranstaltungsort: Dresden-Neustadt Dreikönigskirche / Haus der Kirche

19. Okt 2021

Wenn Eisbär und Pinguin Domino spielen. Klimakipppunkte in den Polarregionen

Dresden-Neustadt Dreikönigskirche / Haus der Kirche
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In den Polarregionen zeigt sich der Klimawandel von einer besonders drastischen Seite: das vermeintlich ewige Eis schmilzt. Seit Jahrzehnten geht das arktische Meereis zurück. Auch die Eisschilde auf Grönland und in der Antarktis, die größten Süßwasserreservoire der Welt, verlieren an Masse. Wenn sie im Zuge der globalen Erwärmung abschmelzen, könnte der Meeresspiegel weltweit um etwa 65 Meter ansteigen und Küstenregionen bedrohen. In der Arktis und der Antarktis finden sich gleich mehrere Klimakipppunkte, also solche, an denen das System Erde aus der Balance zu geraten droht und die globale Erwärmung noch stärker vorangetrieben werden könnte. Die Kippelemente im Erdsystem interagieren miteinander, könnten sich über ihre Wechselwirkungen gegenseitig destabilisieren und so Domino-Effekte auslösen. Was an den Polen geschieht, hat gravierende Auswirkungen auch auf das globale Klima.

Was ist ein Kipppunkt? Wie verändern sich die polaren Eisschilde durch die globale Erwärmung und welche Prozesse tragen zu einem möglichen Kippverhalten bei? Welche Interaktionen bestehen zwischen den Kipppunkten? Was bedeutet der Klimawandel in Arktis und Antarktis für die Regionen und den Rest der Welt? Welche Maßnahmen können ergriffen werden, um diese als Lebensraum und Kühlschrank des Planeten zu schützen und die Schöpfung zu bewahren?

Referentin:
Ann Kristin Klose studierte Umweltmodellierung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sowie an der University of Bergen, Norwegen. Derzeit erforscht sie als Doktorandin an der Universität Potsdam und am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) den langfristigen Beitrag des Antarktischen Eisschildes zum Anstieg des Meeresspiegels.

Moderation:
Dr. Julia Gerlach, Studienleiterin Demokratie, Wirtschaft und Soziales

Anmeldung:
Aufgrund begrenzter Teilnehmendenzahl bitten wir um Ihre Anmeldung per E-Mail oder telefonisch bis zum 15. Oktober 2021. Ihre Ansprechpartnerin ist Kerstin Dreyer, Tagungssekretärin, akademie@evlks.de oder 0351/8124319.

Veranstaltungsort:
Die Veranstaltung findet am 19. Oktober 2021 von 18:00 bis 19:30 Uhr im Werner-Juza-Raum im Haus der Kirche – Dreikönigskirche statt. Einlass ist ab 17:30 Uhr.
Haus der Kirche – Dreikönigskirche
Hauptstraße 23
01097 Dresden

Förderung:
Die Tagung wird von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens gefördert. Weiterhin wurden Fördermittel bei der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) beantragt. Die Evangelische Akademie Sachsen ist Mitglied der Evangelischen Akademien in Deutschland (EAD) e.V., Berlin.

01. Sep 2021

Allein – gemeinsam? Gemeinwohl und individuelle Freiheit in der Pandemie

Dresden-Neustadt Dreikönigskirche / Haus der Kirche
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Kaum ein Thema wird weltweit so kontrovers debattiert wie der Umgang mit der Corona-Pandemie. Seit eineinhalb Jahren bestimmen Strategien zwischen No Covid und Herdenimmunität, Corona-Schutzmaßnahmen zwischen Lockdown und Lockerungen den Alltag und schränken vielerorts die individuelle und kollektive Lebensgestaltung ein. Freunde zu treffen oder ins Kino zu gehen, zu reisen oder sich impfen zu lassen sind in der Pandemie keine reine Privatangelegenheit mehr. Mit Verweis auf Gemeinwohl und Gesundheitsschutz greifen staatliche Verbote in persönliche Freiheiten ein.

Im Umgang mit Corona müssen grundlegende Werte wie Gemeinwohl und individuelle Freiheit neu verhandelt und sorgsam ausbalanciert werden. Wie sind individuelle Freiheit und Gemeinwohl miteinander vereinbar? Welche Antworten geben Ethik und Theologie? Wie beeinflussen ethische und religiöse Positionen, aber auch Mentalitäten und Kulturen den Umgang mit der Pandemie in anderen Ländern? Wie gehen Kirchen mit den Herausforderungen in Seelsorge, Gebet, diakonischer und ärztlicher Unterstützung um?


Mitwirkende:
Dr. Carina Dinkel – Deutsches Institut für Ärztliche Mission Tübingen
Superintendentin Antje Pech – Kirchenbezirk Löbau – Zittau
Dr. Constatin Plaul - Institut für Systematische Theologie und Praktische Theologie und Religionswissenschaft, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Kooperation:
Evangelisches Büro Sachsen
Evangelisch-Lutherisches Missionswerk Leipzig e. V.

18. Jun 2021
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Ich bin dagegen! Punks in der DDR

Dresden-Neustadt Dreikönigskirche / Haus der Kirche
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Auch in der DDR formierten und engagierten sich alternative Jugendbewegungen. Von 1980 bis 1983 wuchs die Punkszene um
ein Vielfaches an und verbreitete sich in der ganzen DDR. Doch
wie haben sich die Punks damals organisiert? Wo und in wem fanden
sie Unterstützung? Und welche Nachteile hatte es, in der Gesellschaft aufzufallen? Denn es gehörte viel Mut dazu, sich gegen einen autoritären Überwachungsstaat zu stellen. Viele erlitten starke Repressionen vom Staat und wurden Regelrecht von der Staatssicherheit, dem Geheimdienst der DDR, terrorisiert. Zugleich erlebte die Punkszene eine breite Unterstützung durch ebenso mutige Kirchgemeinden, Kirchengruppen, Pfarrer:innen und andere. So fanden ungewöhnliche Veranstaltungen „in den Kirchbänken“ statt.
Weshalb entstanden diese besonderen Möglichkeiten? Um einen besseren Eindruck darüber zu erhalten, wird der Zeitzeuge
Geralf Pochop, der selber Punk in der DDR war, über seine Erlebnisse und Erfahrungen erzählen. Dazu wird er auch aus seinem Buch „Untergrund war Strategie“ vorlesen. Außerdem wollen wir vergleichen, was die Unterschiede zwischen der damaligen und der heutigen Punk-Bewegung sind. Mit dieser Veranstaltung wollen wir tiefere Einblicke in die Punk Bewegung der DDR schaffen. Es wird ausreichend Zeit vorhanden sein, dass Ihr mit Geralf Pochop ins Gespräch kommen könnt.

19. Okt 2020
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Apokalypse, Schicksal, Strafe, Chance – oder?

Dresden-Neustadt Dreikönigskirche / Haus der Kirche
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Die Corona-Pandemie stellt Menschen weltweit vor große Herausforderungen:
Leiden und Sterben infolge der Viruserkrankung, Ängste
davor zu erkranken oder infolge einer COVID19-Erkrankung zu sterben,
Depression und Einsamkeit als Folge von Quarantäne und sozialer
Distanzierung, Existenzsorgen und eine über allem schwebende
Ungewissheit, wie und wann es weitergeht, wenn es denn weitergehen
kann wie bisher, dominieren unsere Zeit.
Können wir deuten, was wir in den letzten Monaten erlebt haben
und uns vielleicht noch bevorsteht? Haben wir es mit einem strafenden
Gott zu tun oder mit menschengemachtem Unheil? Der Kern des
Glaubens, der universale rettende Christus – wird er gefunden in
dieser Zeit? Stellt die Kirche Jesu Christi den Raum dar, in dem Trost,
Deutung und Erlösung geglaubt und erfahren werden kann?

09. Nov 2020
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STREITFRAGEN: WAS UNS VERBINDET UND WAS NICHT – EIN ABENDFORUM MIT GEMEINDEGLIEDERN UND MITARBEITENDEN DER EVANGELISCHEN AKADEMIE MEISSEN

Dresden-Neustadt Dreikönigskirche / Haus der Kirche
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Die Nachricht aus der Kirchgemeinde Aue erschütterten viele. Auf einer Weihnachtsfeier am Heiligen Abend 2019 griff ein Asylbewerber aus Syrien zur Gewalt und verletzte einen Mitarbeiter schwer. Einmal mehr stellten sich viele die Frage, mit welchen Folgen wir leben angesichts der Unterstützung von Flüchtlingen. Immer wieder entbrennt Streit, ob Asylbewerber aufgenommen werden sollen. Was aber hält zusammen und was verbindet, was trägt auf der Basis gemeinsamer Werte? An Thementischen werden wir ins Gespräch kommen über die grundlegenden Fragen des Zusammenhalts in der Gesellschaft und der Gemeinschaft in der Gemeinde. Eine Theologie des
Friedens und die Barmherzigkeit des Herzens stehen auf dem Prüfstand.
Kooperationspartner: Ev-Luth. Kirchenbezirk Aue
Leitung: Stephan Bickhardt, Andreas Roth, Referent Öffentlichkeit,
Dr. Panja Lange, Referentin Praktische Philosophie, Evangelische Akademie Meissen
Tagungsort:
St. Nikolai-Kirche Aue, 18:00 Uhr (Friedensgebet) und
Das Abendforum muss wegen der Corona-Lage leider verschoben werden.

04. Nov 2020
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Hetze, Hass, Feindsetzung – Wie Gräben entstehen und was man zu ihrer Überwindung beitragen kann

Dresden-Neustadt Dreikönigskirche / Haus der Kirche
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Kritik ist wichtig in einer Demokratie. Immer öfter aber wird sie in der Öffentlichkeit zur Herabsetzung anderer Meinungen und Menschen gebraucht. So entsteht ein gefährlicher Nährboden, der auch in den sozialen Netzwerken Ausbreitung findet. Hass, Feindschaft im Blick auf Andersdenkende, Ängste vor Flüchtlingen und allgemeine Verunsicherungen, die aus all dem resultieren, bilden einen gefährlichen Nährboden. Vor dem Hintergrund des Unverständnisses und der Unterschiede zwischen Ost und West wird der Frage nachgegangen, wie Zusammenhalt, Einheit und Zivilcourage wieder gewonnen werden können. Das Gemeinwesen ist in Gefahr. Wer überwindet Gräben? Welchen Beitrag muss die Kirche für die Zukunft leisten?
Frau Professorin Marina Münkler vertritt einen Sonderforschungsbereich an der Technischen Universität Dresden, der sich mit „Konstellationen und Dynamiken der Herabsetzung“ befasst. Sie ist Mitglied des Wissenschaftsrates des Bundespräsidenten.
Im Anschluss wird der Abendsegen vor dem Altar der Dreikönigkirche gesprochen.
Leitung: Stephan Bickhardt

13. Okt 2020
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WIEDERVEREINIGUNG DEUTSCH. WAS DER OSTEN EINGEBRACHT HAT

Dresden-Neustadt Dreikönigskirche / Haus der Kirche
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Die deutsche Einheit hat die jungen Jahre längst hinter sich. Und dennoch wirkt es karg, wenn von Arbeitsleistung, Stasiunterlagengesetz, Nationalparkprogramm oder Friedensgebeten und Rundem Tisch sowie dem konziliaren Prozess als die wichtigsten Beiträge der Ostdeutschen in die deutsch-deutsche Einheit gesprochen wird. Was hat es damit auf sich? Wird Selbstbewusstsein der Ostdeutschen nur herbeigeredet? Und wie fühlen sich in diesem Annäherungsprozess die Westdeutschen in ostdeutscher Provinz? Die Spurensuche führt zu Martin Luther, dem Erbe des Widerstandes gegen die Diktaturen und den Werten des Grundgesetzes.
Im Anschluss findet ein Abendsegen vor dem Altar der Dreikönigkirche statt.
Kooperationspartner: Evangelische Akademikerschaft Sachsen

22. Sep 2020
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PETER WENSIERSKI: SAMISDAT, COURAGE HEUTE UND DIE OSTDEUTSCHEN LÄNDER

Dresden-Neustadt Dreikönigskirche / Haus der Kirche
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Der Spiegel-Autor Peter Wensierski ist ein Kenner der Akteure der Umbruchzeit 1989/90. Seine Recherchen und Reportagen versinnbildlichen den Epochenbruch und antworten auf die Frage ostdeutscher Identität, die eben aus jenen Jahren zu beschreiben ist. Wensierskis Antwort verleiht den Überzeugungen aus demokratischer Opposition und kirchlichem Handeln Autorität und bringt Menschen- und Bürgerrechte heute neu zur Sprache. Gerade die Klimaschutzbewegung reiht sich hier ein in die Bemühungen einer Zivilgesellschaft nach 1989/90.
Im Anschluss wird der Abendsegen vor dem Altar der Dreikönigkirche gesprochen.
Leitung: Stephan Bickhardt
Moderation: Andreas Roth

14. Okt 2020
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Schöne neue Welt 2.0: Algorithmen, Ethik und Moral

Dresden-Neustadt Dreikönigskirche / Haus der Kirche
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Es scheint so einfach und bequem: Die Antwort auf jede mögliche Frage liegt nur einen Klick weit entfernt. Der Navigator nennt die kürzeste Strecke von A nach B. Digitale Welten eröffnen viele Möglichkeiten. Das menschliche Leben gerät aber zunehmend auch in Abhängigkeit von Algorithmen. Über sie konsumieren wir Informationen und treffen Entscheidungen. Welche Verantwortung liegt in der Entwicklung von digitaler Technologie? Welche Rolle spielen Producer? Wie können Werte und Fortschritt in Einklang gebracht werden und was hat es mit digitaler Ethik und Moral auf sich?

Kooperation: Sächsische Entwicklungspolitische Bildungstage (SEBIT)

01. Okt 2020
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Eine andere Globalisierung wagen? Kontroversen um eine gerechtere Wirtschaft

Dresden-Neustadt Dreikönigskirche / Haus der Kirche
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Die globale Banken- und Finanzkrise, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie der schwelende Handelskrieg zwischen China und den Vereinigten Staaten offenbaren die Schwächen einer globalen Verflechtung von Märkten und Wertschöpfungsketten. Sie führt zu Abhängigkeiten und verstärkt die Ungleichheit zwischen Ländern, die auf globalen Märkten für Forschung und Entwicklung, Rohstoffexport oder Verarbeitung stehen. Kann De-Globalisierung der Prozess, Wirtschaftsaktivität zurück auf lokale und regionale Ebenen zu holen, Abhängigkeiten und Ungleichheiten entgegenwirken und so zu einer gerechteren Wirtschaft beitragen?

Kooperation: Sächsische Entwicklungspolitische Bildungstage (SEBIT)