Nachrichten

Veranstaltungsort: Meißen Klosterhof St. Afra

27. Mai 2021
 - 
15. Okt 2021 - 17. Okt 2021
 - 

„Schloß und Fabrik“ – Gerechte Arbeit und Geschlecht

Meißen Klosterhof St. Afra
Zur Veranstaltung/Anmeldung
1819 in Meißen geboren, gilt Louise Otto-Peters als Initiatorin der ersten deutschen Frauenbewegung, die sie wie keine andere geprägt hat. Mit ihrer „Antwort eines sächsischen Mädchens“ (1843) auf die Frage von Robert Blum nach der „Theilnahme der weiblichen Welt am Staatsleben“ wurde sie weithin bekannt, und nahm damit nicht nur öffentlich Stellung in der Frauenfrage, sondern positionierte sich auch in der Demokratiebewegung des Vormärz. 175 Jahre nach dem Entstehen ihres Romans „Schloß und Fabrik“, der damals zensiert wurde und erst 1996 vollständig in Leipzig erschienen ist, wollen wir uns mit den sozialen und politischen Forderungen dieser couragierten Visionärin befassen, aber auch mit ihrem Kampf um die eigene Identität.
Früh ließ man sie spüren, dass öffentliche Aktivitäten von Frauen schwer akzeptiert wurden und negative Folgen haben konnten und früh lernte sie, dass es oft kreativer Formen bedurfte, um sich Gehör zu verschaffen – so schrieb sie beispielsweise häufig unter dem männlichen Pseudonym „Otto Stern“. Sie brachte die prekären Lebensverhältnisse der Arbeiterfamilien einer breiten Öffentlichkeit nahe und sezierte die Rolle des Bürgertums.

24. Sep 2021 - 26. Sep 2021
 - 

„Bilder bedeuten alles im Anfang“

Meißen Klosterhof St. Afra
Zur Veranstaltung/Anmeldung
„Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“, lautete ein Buchtitel des Philosophen Richard David Precht. Die Frage nach der Identität – der eigenen wie der der Anderen – hat in den letzten Jahren noch zugenommen: Nicht nur durch die Menschen, die vor allem 2015 Zuflucht vor Krieg und Gewalt in Deutschland gesucht haben, sondern in ganz besonderem Maße auch durch die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen im eigenen Umfeld. Die eigenen Wurzeln werden gesucht und an vermeintlich sicheren Begriffen wie Heimat, Sprache, Werte, Glaube, Geschlecht usw. festgemacht. Die Tagung will nach Identität(en) im Spannungsfeld zwischen enger Aus- und Eingrenzung sowie Globalisierung und Offenheit fragen. Dabei soll es aus unterschiedlichen Blickwinkeln um die Frage der Vorannahmen und Einordnungen des Gegenübers und sich selbst gehen. Warum und unter welchen Einflüssen tendieren wir wann wohin? Und was macht das mit uns selbst? Was eint, was trennt, was macht Identitäten aus? Wie werden sie auf Dauer gestellt, wie, warum und wodurch sind sie veränderbar?
Die Tagung ist Auftakt eines Werkstattprojektes, das die Ausstellung „Bild und Identität“ der Staatlichen Schlösser, Burgen, Gärten gGmbH in der Albrechtsburg Meissen begleiten wird.

Kooperation: Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Dresden; Lehrstuhl Wirtschafts- und Sozialgeschichte der TU Dresden; Staatliche Schlösser, Burgen, Gärten Sachsen gGmbH; Albrechtsburg Meissen; Planungsgruppe „Freiheit 16“
__________________________________________________________________________________

05. Dez 2020

Gottesbilder – Der Zweifel darf das Licht nicht verdecken

Meißen Klosterhof St. Afra
Zur Veranstaltung/Anmeldung
Teilnahme ausschließlich nach bestätigter Voranmeldung (Name, Nachname, Kontaktadresse) möglich.
Anmeldung bis 3. Dezember unter: annett.mikosch@evlks.de

06. Jun 2021 - 13. Jun 2021
 - 

Künstler*innenwoche im Klosterhof: FREMDE

Meißen Klosterhof St. Afra
Zur Veranstaltung/Anmeldung
„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“, heißt es bei Karl Valentin. Schon damals ging es nicht nur um das individuelle Fremdheitsgefühl, sondern auch um die Wahrnehmung der Anderen – wer sich heimisch fühlt, muss nicht automatisch als Einheimischer wahrgenommen werden; ganz abgesehen von der Fremdheit im eigenen Land. Auch Kunst kann befremden, aber auch aufbrechen und vermitteln und so werden sich die bildenden Künstler*innen Else Gold (Meißen), Talia Benabu (Israel) und Erik Buchholz (Gera) sowie die Schriftstellerin und Publizistin Undine Materni (Dresden) mit diesem Thema auseinandersetzen und der Öffentlichkeit u.a. im offenen Atelier Einblicke in ihr diskursives Schaffen geben.

Kooperation: Pastoralkolleg der EVLKS, Kunstverein Meißen e.V.

Offenes Atelier am 10. Juni 2021, 15.00 bis 18.00 Uhr
Vernissage am 12. Juni 2021, 17.00 Uhr

07. Mai 2021 - 09. Mai 2021
 - 

„Ich warte bei Nacht in den Träumen …“

Meißen Klosterhof St. Afra
Zur Veranstaltung/Anmeldung
Künstler sind keine besseren Menschen; auch in ihren Beziehungen gibt es Eifersucht, Kontrollzwang, aber auch erfreuliche Verhaltensweisen wie Neugier auf den Lieblingsmenschen, Hilfe und Solidarität. Vielleicht sind Künstlerbeziehungen besonders fragil, weil hier zwei Menschen auf ihrem Freiraum bestehen: die Welt kann untergehen, aber das Werk muss beendet werden. Friederike Mayröcker und Ernst Jandl stehen im Mittelpunkt der Tagung mit den Schriftstellerinnen Kerstin Hensel und Sabine Peters sowie der Literaturwissenschaftlerin Carola Opitz-Wiemers.

23. Jan 2021

Wird verschoben! Gottesbilder: der Zweifel darf das Licht nicht verdecken

Meißen Klosterhof St. Afra
Zur Veranstaltung/Anmeldung
Arbeiten von Michael Podszun
„Wenn du das Leben ergründest, kommst du an das Unauflösbare; […] wenn du das Leben heiligst, begegnest du dem lebendigen Gott“, heißt es bei Martin Buber. Für Michael Podszun sind die Zeiten im Atelier heiliges und heilendes Tun. „Die Formgestaltung des Bildes ganz der Urform des Kreises zu überlassen“, so der Künstler, „gibt mir einen besonderen Freiraum, mich ganz auf die Farbe, ihre Wandlungen und Resonanzen einzulassen. Der Kreis ist für ihn Symbol der Zeit, der Ewigkeit und der Unendlichkeit.

10. Okt 2020 - 02. Mai 2021
 - 

Gottesbilder – der Zweifel darf das Licht nicht verdecken

Meißen Klosterhof St. Afra
Zur Veranstaltung/Anmeldung
„Wenn du das Leben ergründest, kommst du an das Unauflösbare; wenn du das Leben der Dinge bestreitest, kommst du an das Nichts; wenn du das Leben heiligst, begegnest du dem lebendigen Gott“, heißt es bei dem jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber. Für den in Kassel geborenen und seit 1997 in Dresden lebenden Maler und Grafiker Michael Podszun sind die Zeiten im Atelier, die für ihn vom Prozess her offen, unkalkulierbar und immer wieder überraschend sind, heiliges und heilendes Tun. „Die Formgestaltung des Bildes ganz der Urform des Kreises zu überlassen“, so der Künstler, „gibt mir einen besonderen Freiraum, mich ganz auf die Farbe, ihre Wandlungen und Resonanzen einzulassen. Dabei begegne ich dem Paradoxon, dass der einzelne Pinselstrich gänzlich unbedeutend ist angesichts der Überzahl der ihn umgebenden anderen Striche. Und doch ist es nur der einzelne Pinselstrich der in immerwährender Wiederholung das Bildganze konstituiert.“ Der Kreis ist für ihn ein Symbol der Zeit, der Ewigkeit und der Unendlichkeit.

Kooperation: Pastoralkolleg der EVLKS

18. Jun 2021 - 20. Jun 2021
 - 

Wird aufgrund der Corona-Situation verschoben: Wald. Eine Beziehungsgeschichte zwischen Mensch und Natur

Meißen Klosterhof St. Afra
Zur Veranstaltung/Anmeldung
Die Bilder von Wald sind so vielfältig wie dieser Lebensraum selbst. Wald steht für Schöpfung, Natur, grüne Lunge, Heimat und Rückzugsort, für Schauermärchen und Räuber, siegreiche Schlachten und Identität der Nation, für Poesie und Politik, Holzwirtschaft, Waldsterben und Spiegel des Klimawandels. Die Tagung blickt aus verschiedenen Perspektiven auf den Wald und seine gesellschaftliche Bedeutung, seine Vergangenheit und Zukunft und seinen Schutz als eine nachhaltige Mensch-Natur-Beziehung.

16. Apr 2021 - 18. Apr 2021
 - 

Wird aufgrund der Corona-Situation verschoben: „Gott ist tot – es lebe Gott!“

Meißen Klosterhof St. Afra
Zur Veranstaltung/Anmeldung
Mit dem Ende des Staatssozialismus im östlichen Europa treten Religionen und Kirchen aus dem Schatten des Ideals eines regional unterschiedlich implementierten Staatsatheismus. Die Tagung beleuchtet Prozesse des religiösen Wandels: Veränderungen religiöser Landschaften, der Rolle und Bedeutungen von Religionen sowie ihrer sozialen Funktionen. Warum überwiegt mancherorts die Konfessionslosigkeit, während wir anderswo eine „Wiederkehr der Religionen“ und ihrer politischen Relevanz beobachten?