Die langen Schatten der Vergangenheit: Erinnerungskulturen um den Überfall auf die Sowjetunion

08. Jun 2021
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Online-Veranstaltung
Am 22. Juni jährt sich der Überfall auf die Sowjetunion, der Beginn des „Unternehmens Barbarossa“, zum 80. Mal. Vernichtungskrieg und Holocaust im Osten forderten Millionen von Todesopfern, hinterließen ein zerstörtes Land und eine kriegsversehrte und traumatisierte Bevölkerung. Nahezu jede Familie in Belarus, der Ukraine und Russland war und ist betroffen von dem Leid, das die deutsche Wehrmacht über sie brachte. Gleichwohl standen der Vernichtungskrieg, seine Opfer und Täter lange im Schatten des Gedächtnisses – teilweise bis auf den heutigen Tag. Erinnerungskulturen in Deutschland wie auch in den postsowjetischen Nachfolgestaaten stellen andere Gedenktage ins Zentrum.
Was aber wird im Kontext von Überfall, Vernichtungskrieg und Holocaust im Osten erinnert? Wer erinnert – und wie? Wie kann der Schicksale von Widerstandskämpfern, Verfolgten und Opfern der deutschen Besatzung angemessen gedacht werden, abseits von Themenkonjunkturen um Jahrestage? Wie spiegeln sich in Erinnerungskulturen Vorstellungen von Krieg und Frieden, Recht und Gerechtigkeit, Staat und Bevölkerung, Gemeinschaft und Individuum, Vergangenheit und aktuellen Politiken? Wie können öffentliche Erinnerungsdiskurse zur Versöhnung beitragen?

Anmeldung: akademie@evlks.de

Podium:
Dr. Anke Giesen
Vorstandsmitglied, MEMORIAL Deutschland und Memorial International
Dr. Ekaterina Makhotina
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Abteilung für Osteuropäische Geschichte, Institut für Geschichtswissenschaft der Universität Bonn
Dr. Urszula Pękala
Stellvertretende Leiterin, Gedenkstätte bei der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung

Moderation:
Dr. Julia Gerlach
Studienleiterin, Evangelische Akademie Sachsen

Die Veranstaltung wird aus Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gefördert und ist Teil der Reihe Erinnern und Versöhnen: 80 Jahre Überfall auf die Sowjetunion

Kooperationspartner:
Beauftragter für Friedens- und Versöhnungsarbeit der Ev. – Luth. Landeskirche Sachsens
Evangelische Akademie Sachsen
Stiftung Frauenkirche Dresden

Kosten:
kostenfrei
Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen




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