Jüdisches Leben in Görlitz. Ein Studientag vor Ort

23. Okt 2021
Bild von Mauistik auf Pixabay
Nur die Architektur zeugt von dem, was einst war: Die jüdische Gemeinde in Görlitz wurde im Dritten Reich von den Nationalsozialistenvollständig ausgelöscht. Jüdische Bürgerinnen und Bürger wurden grausam ermordet oder mussten aus der Stadtfliehen. Mit ihnen verschwanden jüdisches Leben, jüdische Kultur und Traditionen. Der Studientag gibt Einblicke in die Geschichte und fragt nach der Zukunft von Jüdinnen und Juden sowie der jüdischen Gemeinde in Görlitz. Der Zugang erfolgt über jüdische Spuren, Architektur und Baudenkmäler in Görlitz und verbindet mit ihnen die Geschichte(n) der Jüdinnen und Juden von Görlitz.

Der Studientag vor Ort beginnt mit einem Besuch der im Juli2021 wiedereröffneten Synagoge. Sie wurde vor 110 Jahren geweiht und überstand die Progromnacht von 1938 wohl durchglückliche Umstände. Es folgt ein Rundgang durch die Altstadt auf den Spuren Görlitzer Jüdinnen und Juden, ihren Wohnorten und Geschäften. Die Veranstaltung schließt mit einer Führung durch die Alte Synagoge von Görlitz. Aufgrund des jüdischen Schabbat ist ein Besuch des Friedhofs der Jüdischen Gemeinde nicht möglich. Auf diesem fanden auch ermordete Insassen des Konzentrationslagers Biesnitzer Grund ihre letzte Ruhestätte.

Mitwirkende

Dr. Julia Gerlach
Studienleiterin, Evangelische Akademie Sachsen

Michael Prochnow
Vorstandsmitglied des Fördervereins Görlitzer Synagoge e.V.

Anouka Schemken
FSJ Politik, Evangelische Akademie Sachsen

Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen


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