Menschenrechte in China: Zur Lage der Uiguren und religiöser Minderheiten in Xinjiang

19. Okt 2022
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Picture by Bjoern Alpermann
Online-Veranstaltung
Menschenrechte in China: Zur Lage der Uiguren und religiöser Minderheiten in Xinjiang
Die Menschenrechtslage in China steht seit vielen Jahren im Fokus einer kritischen Öffent-lichkeit. Besonders aus dem nordwestlichen Gebiet Xinjiang, in dem der muslimische Anteil der Bevölkerung hoch ist, gibt es zahlreiche Berichte über Menschenrechtsverletzungen. Eine Reihe von Datenlecks wie die China Files, Xinjiang Papers oder Xinjiang Police Files ge-ben Einblicke in ein System von Masseninternierungen, Umerziehungslagern, Zwangsarbeit, Zwangssterilisationen, Repressionen und Überwachung. Uiguren, Hui-Chinesen, Kasachen, Kirgisen, Usbeken und Tadschiken geraten aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen und ethnokulturellen Praktiken ins Visier. Die chinesische Regierung rechtfertigt ihr Vorgehen als Kampf gegen Terrorismus, islamistischen Extremismus und ethnischen Separatismus. Inter-nationale Menschenrechtsorganisationen und Regierungen haben Peking wiederholt aufge-fordert, die Einhaltung von Menschenrechten sicherzustellen.
Wir laden ein zu einem Online-Vortrag und anschließender Diskussion mit Björn Alpermann zur Menschenrechtslage in Xinjiang und der Situation der Uiguren. Dabei werfen wir Schlag-lichter auf die komplexe Geschichte der Region, religiöse und ethnische Identitäten, chinesi-sche Sprach- und Religionspolitik sowie Narrative und Deutungen der Situation in Xinjiang.

Björn Alpermann ist Professor für Moderne Chinastudien an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er studierte und promovierte an der Universität zu Köln und verbrach-te Studienaufenthalte an der Nankai University, Tianjin (VR China) und der University of Cali-fornia, Berkeley. Seine Arbeitsschwerpunkte beinhalten Politik im ländlichen China, Proteste und Demokratiebewegungen, sozialen Wandel und politische Kultur, Politik der Wirtschafts-reformen, Bevölkerungspolitik und Minderheitenpolitik in Xinjiang und Tibet. Zuletzt veröf-fentlichte er u.a. die Monographie „Xinjiang. China und die Uiguren“ (Würzburg: Würzburg University Press, 2021).

Leitung
Dr. Julia Gerlach, Studienleiterin Demokratie, Wirtschaft und Soziales

Anmeldung
E-Mail an Kerstin Dreyer


Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen




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