Veranstaltungen

25. Okt 2022

Patrick Wilden – „Schreibers Ort“

Dresden Stadtmuseum
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2016 durfte Patrick Wilden einige Monate in Jagniątków (früher Agnetendorf) im dortigen Gerhart-Hauptmann-Haus verbringen. Die Villa Wiesenstein am Rande des Riesengebirges war von 1901 bis 1946 Hauptmanns Ort des Schreibens. Wilden wandelt in den ausgetretenen Spuren des großen Dichters, bewohnt dessen paradiesischen Zufluchtsort im Wald und lässt sich von der „schlesischen Nachtigall“ inspirieren. Nun liegt mit „Schreibers Ort“ sein zweiter Gedichtband vor, der mit seiner wunderbaren Sprache Lust auf Gedichte macht.
Ort: Stadtmuseum Dresden (Landhaus), Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden (Eingang Landhausstraße)
Kooperation: Axel Helbig (Literarische Arena e.V.), Richard Stratenschulte (Stadtmuseum / Städtische Galerie Dresden), Dr. Kerstin Schimmel (Ev. Akademie Sachsen)
Tagungsnummer: 22-330

Kosten:
Eintritt: 6 € / 4 € (ermäßigt)
Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
27. Okt 2022
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Jiddischland. Geschichte und Gegenwart des Jiddischen

Online-Veranstaltung
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Jiddisch, die Alltagssprache aschkenasischer Juden, ist eine Welt-, aber keine Nationalsprache. Schätzungen zufolge war Jiddisch zu Beginn des 20. Jahrhunderts Vernakular von elf bis dreizehn Millionen Menschen, vorwiegend in Mittel- und Osteuropa sowie den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Mehrheit der im Holocaust durch die Nationalsozialisten Ermordeten sprachen Jiddisch. Heute sind es nicht einmal mehr zwei Millionen, deren Muttersprache das Jiddische ist – und sie leben über alle Kontinente verstreut. In vielen Ländern der Welt wurde bzw. wird Jiddisch gesprochen, gesungen und geschrieben und hinterließ seine Spuren in den Sprachen der Mehrheitsgesellschaften, so auch im Deutschen. Zwischen Nostalgie, Akzeptanz, Ablehnung und Überhöhung ruft das Jiddische bis auf den heutigen Tag starke Assoziationen und Emotionen hervor.
Wir laden ein zu einem Online-Vortrag und anschließender Diskussion mit der Judaistin Diana Matut. Mit ihr begeben wir uns auf die Suche nach den frühesten Spuren des Jiddischen, über Jahrhunderte der Entwicklung und Transnationalität bis hin zur Situation und Bedeutung der Sprache heute.

Dr. Diana Matut ist Judaistin und lehrt Jüdische Studien, Jiddisch und Jüdische Musik an der Universität Halle-Wittenberg und am Oxford Centre for Hebrew and Jewish Studies. Sie erwarb ein Diplom in Hebräischen und Jüdischen Studien in Oxford und einen Master in Jiddischen Studien an der SOAS London. Als Wissenschaftlerin hat sie sich der Erforschung der nahezu vergessenen westjiddischen Kultur und Sprache verschrieben, als Künstlerin der jiddischen Musik der Renaissance und des Barock.

Leitung
Dr. Julia Gerlach, Studienleiterin Demokratie, Wirtschaft und Soziales

Anmeldung
E-Mail an Kerstin Dreyer


Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
29. Okt 2022
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Philosophische Reflexionen aus dem Gefängnis / Václav Havels „Briefe an Olga“

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„Und so bliebe von allem schließlich nur eins: die Gelegenheit, sich selbst, seiner Umgebung und dem Herrgott nachzuweisen, dass ich hinter dem stehe, was ich tue, es ernst meine und also auch imstande bin, die Folgen zu tragen“ – so schrieb der tschechische Dramatiker und Bürgerrechtler aus dem Gefängnis Pilsen-Bory am 20. März 1982 an seine Frau Olga. Václav Havels Briefe stellen ein Vermächtnis der europäischen Geistesgeschichte dar. Es sind Briefe aus Liebe und in philosophischer Suche nach Horizont und Wahrheit für eine freie Gesellschaft.
Auf dem zweiten gemeinsamen Studientag zum humanistischen Briefzeugnis politischer Häftlinge werden die zentralen Begriffe von Václav Havels Anschauungen dargelegt. Die Bezüge zur französischen Existenzphilosophie, zum Begriff der Transzendenz und zu gegenwartsnaher Verantwortung werden neben anderen behandelt. Havel konnte in den langen Jahren der Haft lesen und Briefe schreiben. Sein Denken geht auch dem absurden Sinn seines Eingesperrtseins nach, lange bevor er in das Amt des Präsidenten der Republik nach demokratischer Wahl kam. „Dass ich trotz aller Prüfungen – vielleicht – nicht zum Hampelmann geworden bin“; dieses Briefwort verdeutlicht, wie sehr Systemkritiker im Kommunismus um Anerkennung ringen mussten.

Kooperation
Verein Erkenntnis und Erinnerung (EdE) e.V. / Gedenkstätte Bautzner Straße, Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. und
Evangelische Akademie Sachsen

Leitung:
Akademiedirektor Stephan Bickhardt,
Uljana Sieber, Geschäftsführerin des Vereins Erkenntnis durch Erinnerung e.V.

Tagungsort:
Gedenkstätte Bautzner Straße, Bautzner Straße 112a, 01099 Dresden

Kosten:
10,00 € (Sie erhalten eine Rechnung)
Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
02. Nov 2022
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Politische Bildung in der Gemeindepädagogik

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Feststehender Teilnehmendenkreis
Präsenzveranstaltung

Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
02. Nov 2022
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Auf die Plätze, fertig, los? Sport, Sportverbände und Inklusion von Menschen mit Behinderung in Sachsen

Dresden-Neustadt Dreikönigskirche / Haus der Kirche
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Sport verbindet Menschen jenseits von Sprachbarrieren und über Grenzen und Kontinente hinweg, fasziniert Jung und Alt. Sport bewegt. Große Sportereignisse stehen im Blickpunkt einer Weltöffentlichkeit. Wie kann es gelingen, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt teilhaben können am Breiten- und Spitzensport und somit am gesellschaftlichen Leben? Wie können Spitzensportler:innen mit Handicap mehr Anerkennung für ihre Leistungen erhalten? Und wie kann unsere Gesellschaft ein stückweit inklusiver und besser werden durch Sportangebote und Sportförderung? Wir laden ein zu einem Podium mit dem Inklusionsbeauftragten des Freistaates Sachsen, Vertreter:innen von Sportverbänden und Sportler:innen.

Kooperation
Haus der Kirche – Dreikönigskirche, Dresden

Moderation
Dr. Julia Gerlach

Evangelische Akademie Sachsen

Anmeldung
E-Mail an Kerstin Dreyer

Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
03. Nov 2022

50 Jahre „Die Grenzen des Wachstums“ – Entstehungsgeschichte und Bedeutung der Studie des Club of Rome

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Der im Jahr 1972 vom "Club of Rome" veröffentlichte Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ zeigte erstmals die Kapazitätsgrenzen unseres Planeten auf: Lebensmittelknappheit, Umweltzerstörung und das Ende wichtiger Rohstoffe wie beispielsweise Erdöl. In unserer Veranstaltung wollen wir der Frage nachgehen, aus welchen Motiven heraus diese Studie zustande kam und welchen konkreten Ausgangspunkt und Bezug sie hatte. Wie wurde diese Studie zeitgenössisch rezipiert und auf welche Weise nahm man sie im Globalen Süden zur Kenntnis? Auch soll kritisch hinterfragt werden, wo sich die Studie bewahrheitet hat bzw. wo sie auch "Auslassungen" enthält und - aus heutiger Sicht - Fehlprognosen formuliert.

Der Referent - Adrian Meyer - ist freischaffender Reporter und schreibt u.a. für den Ringier-Verlag, NZZ am Sonntag, Zeit Schweiz, Tagesspiegel Background, Table.Media und das EWS-Magazin.

Veranstaltungspartner: Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen, Evangelische Akademie Sachsen, Ökumenisches Informationszentrum e.V.

Veranstaltungsort: Haus der Kathedrale, Schloßstr. 24, 01067 Dresden

Anmeldung über: https://www.katholische-akademie-dresden.de/11-kathedralforum-dresden/1575-50-jahre-die-grenzen-des-wachstums

Für Rückfragen steht Ihnen die Koordinationsstelle der SEBIT gerne zur Verfügung.
Tel: 0351/43837872
E-Mail: sebit@aha-bildung.de

04. Nov 2022
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Pandemien, Politik und Proteste: Demokratien vor neuen Herausforderungen

Online-Veranstaltung
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Kaum ein Ereignis der Gegenwart hat den Alltag einer Vielzahl von Menschen rund um den Globus so stark verändert wie die COVID-19-Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung. Das Herunterfahren des öffentlichen Lebens, Schulschließungen, Abstandsregeln, Maskentragen und Schutzimpfungen waren und sind Gegenstand kontroverser Debatten und Kritik. Die Intensität und Dominanz der Auseinandersetzungen über die Corona-Politik im privaten und öffentlichen Leben haben Wahrnehmungen gesellschaftlicher Trennlinien befördert.
Seit dem Frühjahr 2020 ist die Pandemie Ausgangspunkt für Proteste und das Entstehen neuer Protestbewegungen und Protestformen. Während zunächst die Leugnung der Pandemie im Vordergrund stand, bildet seitdem ein aus sehr unterschiedlichen Motiven gespeister Widerspruch gegen staatliche Maßnahmen den Kern. Neben legitimen demokratischen Forderungen wird das Protestgeschehen von Extremistinnen und Extremisten gezielt instrumentalisiert, um auf eine Delegitimation demokratischer Strukturen und Institutionen hinzuwirken. Aufrufe zu Gewalt gegen Politikerinnen und Politiker aus den Corona-Protestbewegungen heraus zeugen von militanten Tendenzen. Die Herausforderungen des demokratischen Verfassungsstaates reichen insofern vom politischen Umgang mit der Pandemie bis hin zum Umgang mit (neuen) Feinden der Demokratie.
Der Online-Studientag wirft Schlaglichter auf Einflüsse, Entwicklungen und Einordnungen der Corona-Proteste auch im internationalen Vergleich und rekurriert dabei auf neuste Forschungsergebnisse. Vorträge, Podiumsdiskussion und Themengruppen bieten Stoff und Gelegenheit für Diskussionen im virtuellen Plenum. Die Teilnahme ist kostenlos.

Kooperationspartner
Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung (HAIT)

Leitung
Dr. Julia Gerlach – Evangelische Akademie Sachsen
Julia Stolzenberger – Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung (HAIT)

Anmeldung
Kerstin Dreyer – akademie@evlks.de

Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
07. Nov 2022
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Chancen bilden im Freistaat Sachsen

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Auf fehlende Bildungsgerechtigkeiten in Deutschland wird immer wieder und seit langem hingewiesen. Auch im Freistaat Sachsen, der gerne auf seine vorderen Rankingplätze in Vergleichsstudien verweist, haben ungleiche Bildungschancen Auswirkungen sowohl auf den Bildungsalltag als auch den Lebensverlauf junger Menschen. Erkenntnisse, Ursachen sowie Perspektiven für Veränderungsmöglichkeiten werden in dieser Veranstaltung skizziert und eine Antwort auf die Frage gesucht, was genau Gleichheit in der schulischen Bildung sein könnte?
Die Veranstaltung bettet sich ein in das Projekt „chancen.bilden“ der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung, in dem eine breite und konstruktive öffentliche Debatte über ungleiche Bildungschancen und über mögliche Schritte hin zu einer gerechteren Bildung in Deutschland angeregt werden soll und im Jahr 2023 eine bundesweite Veranstaltung angestossen wird (https://www.politische-jugendbildung-et.de/projekt/chancen-bildung/).

Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
08. Nov 2022
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Wie politisch ist Fußball?

Online-Veranstaltung
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In den nächsten Wochen blickt die Welt auf die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Millionen von Menschen werden sich die Spiele anschauen und mitfiebern. Das Spielfeld wird auch zur Projektionsfläche und Kommunikationsplattform. Gesellschaftspolitische Fragestellungen unserer Zeit werden auf und neben dem Platz verhandelt. Im Schlusssprint zur WM hat sich dies gleich mehrfach gezeigt: Aktionen, die auf die finanzielle Stellung von Fußballerinnen im Vergleich zu Fußballern aufmerksam machen; Manuel Neuers Regenbogen-Armbinde und die Debatte um die Beleuchtung der Münchner Allianz-Arena beim Spiel gegen Ungarn; Joshua Kimmichs Standpunkt zu Corona-Schutzimpfungen; die Anprangerung von Menschenrechtsverletzungen beim Bau der WM-Stadien in Katar; der Ausschluss der russischen Nationalmannschaft von der WM-Teilnahme oder die Infragestellung des WM-Austragungsortes aus politischen Gründen sind nur einige Beispiele.
Wie viel Politik steckt im Fußball und wie viel Politik verträgt er? Kann Fußball womöglich Grenzen überwinden und Brücken bauen, wo Politik scheitert?

Leitung
Dr. Julia Gerlach, Studienleiterin Demokratie, Wirtschaft und Soziales

Anmeldung
E-Mail an Kerstin Dreyer

Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
09. Nov 2022
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Demokratiestärkung folgt auf Demokratieskepsis 

Dresden-Neustadt Dreikönigskirche / Haus der Kirche
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Studien bestätigen es schon länger: eine größere Anzahl junger Menschen in Sachsen ist demokratieskeptisch oder -feindlich eingestellt bzw. wächst in einem entsprechenden sozialen Umfeld auf. Diese Realität wird durch die Corona-Pandemie eine Verfestigung erfahren haben und es bedarf mehr denn je differenzierte wie auch wirkungsvolle Reaktionen darauf. Auch der Krieg in der Ukraine, dessen historische Ursachen und resultierende Folgen für ein demokratisches Europa wie auch die daraus resultierende Solidarität und Begleitung geflüchteter junger Menschen unterstreichen die Notwendigkeit eine politischen Bildung in der sächsischen Jugendhilfe. Die Jahrestagung des Zusammenschlusses der sächsischen überörtlichen Träger der Kinder- und Jugendarbeit möchte konkrete akteursübergreifende Ansatzpunkte für die politische Bildung definieren, aber auch notwendige politische Grundlagen skizzieren.


Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen