Veranstaltungen

09. Jul 2021 - 12. Jul 2021
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Schreibwerkstatt unterwegs: Landpartie

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Der Mann trägt einen stattlichen Bauch, Zylinder und Wanderstock, sie einen Sonnenschirm und eine Schute auf dem Kopf, im Hintergrund trippeln fröhlich die Kinder. Carl Spitzwegs Bild „Der Sonntagsausflug“ überspitzte schon zur Zeit des Biedermeier die damals so beliebte Landpartie. Die Verklärung des Landlebens als das Gute, Wahre, Schöne ist ein bürgerliches Produkt des 18. Jahrhunderts. Heute erleben wir vor allem im Osten Deutschlands eine dramatische Landflucht. Die, die bleiben, sehen sich oft mit handfesten Problemen konfrontiert: mangelnde Arbeitsplätze, schwindende Infrastruktur, kaum Perspektiven für die junge Generation, der Spielen im Garten eben nicht mehr reicht. Juli Zeh konstatiert, dass die größten gesellschaftlichen Konflikte unserer Zeit zwischen Land- und Stadtbevölkerung ausgetragen werden. Wir wollen auf dieser „Landpartie“ das Leben im Kohrener Land kennenlernen und im regen Austausch Probleme und Chancen ausloten, ländliche Identitäten erkunden und Utopien entwerfen: Stell Dir vor, es kehrte nicht nur die Kirche ins Dorf zurück … .

Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
16. Jul 2021
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„Der Wein erfreut des Menschen Herz“.

Meißen St. Afra-Klosterhof
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„Der Wein erfreut des Menschen Herz“, weiß die Bibel – ebenso, dass Missbrauch gefährlich ist. Wein gehört zu den ältesten Getränken und Kulturgütern der Menschheit. Aus vielen Kulturen ist er nicht wegzudenken und gehört zur Mahlzeit, zu einem guten Gespräch, zu Festen und religiösen Feiern. Für Juden und Christen ist Wein Gabe des Schöpfers der Welt, in der Bibel gar Symbol der Lebensfreude und Nähe Gottes. Der Studientag widmet sich Wein als Kulturgut – und lädt überdies zu einem edlen Tropfen in der Weinstadt Meißen ein.

Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
28. Aug 2021 - 04. Sep 2021

Im Land der „singenden Revolution“

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Im Juni 1988 trafen sich Tausende an der Sängerbühne der Hauptstadt Tallinn, um Lieder für die Unabhängigkeit zu singen. Im September waren es dann bereits 300.000 Esten, die die verbotene Nationalhymne anstimmten – zwei Jahre später erklärte sich Estland dann für unabhängig. Das kleine Land mit nur 1,3 Millionen Einwohnern blickt auf eine bewegte Geschichte unter vielerlei Herren zurück: Dänen, Schweden, Deutsche und Russen lösten sich seit dem 13. Jahrhundert bei der Herrschaft über das baltische Land ab. Und da man nie wissen konnte, ob sich vielleicht morgen wieder alles ändert, galt den Menschen dort der pragmatische Leitsatz: „Glück findest du nur in der Gegenwart“. Von Tallinn nach Narwa, über Tartu bis zur Insel Saaremaa werden wir das Land bereisen und durch Begegnungen sowie Lesungen und Vorträge von Dr. Hans-Christian Trepte näher kennen lernen.

ACHTUNG: Termin noch unter Vorbehalt

Veranstalter:
Evangelische Akademie Meißen
17. Sep 2021

Heimat süß-sauer

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In der Heimat kennt man sich aus, da ist alles stabil und verständlich – sie könnte so schön sein, wenn alle an der Idylle mitarbeiten würden, aber da sind die Zugereisten, die einheimischen Querköpfe, die unbelehrbaren Jungen, die Allwissenden Alten und vor allem die, die ihre Vorgärten nicht pflegen. Mal ernst, mal heiter werden sich Sylvia Eggert, Steffi Robak, Kerstin Schimmel und Gundula Sell in ihren Lesungen mit dem Phänomen Heimat befassen.

Veranstaltungsort: Geschäfte rund um den Wilsdruffer Marktplatz
Kooperationspartner: Bücherstube Siegemund, Stadtverein Wilsdruff e.V.

Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
24. Sep 2021 - 26. Sep 2021
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„Bilder bedeuten alles im Anfang“

Meißen St. Afra-Klosterhof
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„Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“, lautete ein Buchtitel des Philosophen Richard David Precht. Die Frage nach der Identität – der eigenen wie der der Anderen – hat in den letzten Jahren noch zugenommen: Nicht nur durch die Menschen, die vor allem 2015 Zuflucht vor Krieg und Gewalt in Deutschland gesucht haben, sondern in ganz besonderem Maße auch durch die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen im eigenen Umfeld. Die eigenen Wurzeln werden gesucht und an vermeintlich sicheren Begriffen wie Heimat, Sprache, Werte, Glaube, Geschlecht usw. festgemacht. Die Tagung will nach Identität(en) im Spannungsfeld zwischen enger Aus- und Eingrenzung sowie Globalisierung und Offenheit fragen. Dabei soll es aus unterschiedlichen Blickwinkeln um die Frage der Vorannahmen und Einordnungen des Gegenübers und sich selbst gehen. Warum und unter welchen Einflüssen tendieren wir wann wohin? Und was macht das mit uns selbst? Was eint, was trennt, was macht Identitäten aus? Wie werden sie auf Dauer gestellt, wie, warum und wodurch sind sie veränderbar?
Die Tagung ist Auftakt eines Werkstattprojektes, das die Ausstellung „Bild und Identität“ der Staatlichen Schlösser, Burgen, Gärten gGmbH in der Albrechtsburg Meissen begleiten wird.

Kooperation: Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Dresden; Lehrstuhl Wirtschafts- und Sozialgeschichte der TU Dresden; Staatliche Schlösser, Burgen, Gärten Sachsen gGmbH; Albrechtsburg Meissen; Planungsgruppe „Freiheit 16“
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Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
15. Okt 2021 - 17. Okt 2021
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„Schloß und Fabrik“ – Gerechte Arbeit und Geschlecht

Meißen St. Afra-Klosterhof
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1819 in Meißen geboren, gilt Louise Otto-Peters als Initiatorin der ersten deutschen Frauenbewegung, die sie wie keine andere geprägt hat. Mit ihrer „Antwort eines sächsischen Mädchens“ (1843) auf die Frage von Robert Blum nach der „Theilnahme der weiblichen Welt am Staatsleben“ wurde sie weithin bekannt, und nahm damit nicht nur öffentlich Stellung in der Frauenfrage, sondern positionierte sich auch in der Demokratiebewegung des Vormärz. 175 Jahre nach dem Entstehen ihres Romans „Schloß und Fabrik“, der damals zensiert wurde und erst 1996 vollständig in Leipzig erschienen ist, wollen wir uns mit den sozialen und politischen Forderungen dieser couragierten Visionärin befassen, aber auch mit ihrem Kampf um die eigene Identität.
Früh ließ man sie spüren, dass öffentliche Aktivitäten von Frauen schwer akzeptiert wurden und negative Folgen haben konnten und früh lernte sie, dass es oft kreativer Formen bedurfte, um sich Gehör zu verschaffen – so schrieb sie beispielsweise häufig unter dem männlichen Pseudonym „Otto Stern“. Sie brachte die prekären Lebensverhältnisse der Arbeiterfamilien einer breiten Öffentlichkeit nahe und sezierte die Rolle des Bürgertums.

Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen