Veranstaltungen

Demokratie, Wirtschaft und Soziales



23. Okt 2021

Jüdisches Leben in Görlitz. Ein Studientag vor Ort

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Nur die Architektur zeugt von dem, was einst war: Die jüdische Gemeinde in Görlitz wurde im Dritten Reich von den Nationalsozialistenvollständig ausgelöscht. Jüdische Bürgerinnen und Bürger wurden grausam ermordet oder mussten aus der Stadtfliehen. Mit ihnen verschwanden jüdisches Leben, jüdische Kultur und Traditionen. Der Studientag gibt Einblicke in die Geschichte und fragt nach der Zukunft von Jüdinnen und Juden sowie der jüdischen Gemeinde in Görlitz. Der Zugang erfolgt über jüdische Spuren, Architektur und Baudenkmäler in Görlitz und verbindet mit ihnen die Geschichte(n) der Jüdinnen und Juden von Görlitz.

Der Studientag vor Ort beginnt mit einem Besuch der im Juli2021 wiedereröffneten Synagoge. Sie wurde vor 110 Jahren geweiht und überstand die Progromnacht von 1938 wohl durchglückliche Umstände. Es folgt ein Rundgang durch die Altstadt auf den Spuren Görlitzer Jüdinnen und Juden, ihren Wohnorten und Geschäften. Die Veranstaltung schließt mit einer Führung durch die Alte Synagoge von Görlitz. Aufgrund des jüdischen Schabbat ist ein Besuch des Friedhofs der Jüdischen Gemeinde nicht möglich. Auf diesem fanden auch ermordete Insassen des Konzentrationslagers Biesnitzer Grund ihre letzte Ruhestätte.

Mitwirkende

Dr. Julia Gerlach
Studienleiterin, Evangelische Akademie Sachsen

Michael Prochnow
Vorstandsmitglied des Fördervereins Görlitzer Synagoge e.V.

Anouka Schemken
FSJ Politik, Evangelische Akademie Sachsen

Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
26. Okt 2021
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Vom Ende und vom Anfang: Der Zerfall der Sowjetunion

Online-Veranstaltung
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Am 25. Dezember 1991 wurde die rote Fahne über dem Kreml in Moskau eingeholt und die Sowjetunion, der größte Staat der Erde, verschwand von der Landkarte. Der sowjetische Raum verwandelte sich in den post-sowjetischen. Die Russländische Föderation trat in die Fußstapfen der Sowjetunion, als Rechtsnachfolgerin. Der Kalte Krieg war beendet, der Eiserne Vorhang in aller Konsequenz gefallen, so schien es, doch die inneren Widersprüche der Sowjetzeit brachen sich an vielen Stellen Bahn. Debatten um Ende und Anfang trafen auf Realitäten des Wandels.
Warum zerfiel die Sowjetunion? Welche regionalen und weltpolitischen Auswirkungen erzeugte das Ende der Sowjetunion unmittelbar? Welche Herausforderungen stellten sich im Alltag der Menschen? Welche Wirkungen entfalten der Zerfall, seine Deutungen und Debatten bis heute?
Die Veranstaltung ist der erste Teil der Online-Reihe Der Tag, an dem die Sowjetunion verschwand. Sie blickt 30 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion auf Stationen, Herausforderungen und Ambivalenzen des Wandels im post-sowjetischen Raum.

Podium
Prof. Dr. Irina Busygina
Nationale Forschungsuniversität „Hochschule für Wirtschaft“, St. Petersburg
Национальный исследовательский университет «Высшая школа экономики» (НИУ ВШЭ)

Prof. Dr. Klaus Segbers
Emeritus, Osteuropa-Institut und Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, Freie Universität Berlin

Moderation
Dr. Julia Gerlach
Studienleiterin Demokratie, Wirtschaft und Soziales, Evangelische Akademie Sachsen

Technik
Die Online-Veranstaltung wird mithilfe der Videokonferenzsoftware Zoom durchgeführt. Sie können Zoom vorab auf Ihrem Gerät testen. Den Zugangslink übersenden wir Ihnen kurz vor dem Termin per E-Mail. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an uns.

Anmeldung
Kerstin Dreyer akademie@evlks.de

Förderung
Die Veranstaltung wird durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) sowie von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen gefördert. Die Evangelische Akademie Sachsen ist Mitglied der Evangelischen Akademien in Deutschland e. V. (EAD).


Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
04. Nov 2021
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Jenseits des Nationalismus: Alternative Erinnerungskulturen im postjugoslawischen Raum

Online-Veranstaltung
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Vor 30 Jahren begannen die Kriege im ehemaligen Jugoslawien. Rund 130.000 Menschen verloren dabei ihr Leben, 2,5 Millionen mussten in andere Länder fliehen und 12.000 Menschen gelten weiterhin als vermisst. Nach den Kriegen müssen die neuen postjugoslawischen Staaten mit den Folgen von Kriegsverbrechen, ethnischen Säuberungen, massiven Fluchtbewegungen sowie den Zerstörungen von Kulturgut, Wirtschaft und Infrastrukturen umgehen.
Welche Formen des Erinnerns und Vergessens prägen die aktuellen Debatten? Welche Auswirkungen haben Opfer- und Täterdiskurse auf das gemeinsame Zusammenleben? Welchen Herausforderungen begegnet die Erinnerungsarbeit, und welche Rolle spielen dabei staatliche und zivilgesellschaftliche Initiativen, die juristische Aufarbeitung und internationale Akteure? Ist der Versöhnungsbegriff angebracht im postjugoslawischen Raum? Und brauchen demokratische Gesellschaften einen Erinnerungskonsens?
Mit einem Fokus auf die zivilgesellschaftliche Erinnerungsarbeit widmen wir uns insbesondere den neueren Entwicklungen in den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens, die darauf zielen, die in allen Gesellschaften dominanten nationalistischen Erinnerungsdiskurse zu überwinden.

Referierende
Dr. Jacqueline Nießer
studierte Kulturwissenschaften an der Europa-Universität Viadrina und promovierte zu zivilgesellschaftlicher transnationaler Erinnerungsarbeit im postjugoslawischen Raum an der Universität Regensburg. Sie ist Postdoktorandin in der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropa Studien der Universität Regensburg.

Dr. Nicolas Moll
promovierte in Neuester Geschichte an der Universität Freiburg i. Br. und lebt seit 2007 in Sarajevo, Bosnien und Herzegowina. Dort arbeitet er als freischaffender Historiker und Berater zu Themen der Vergangenheitsaufarbeitung im postjugoslawischen Raum.

Moderation
Dr. Julia Gerlach
Studienleiterin, Evangelische Akademie Sachsen

Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
04. Nov 2021
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Jenseits des Nationalismus: Alternative Erinnerungskulturen im postjugoslawischen Raum

Online-Veranstaltung
Zur Veranstaltung/Anmeldung
Vor 30 Jahren begannen die Kriege im ehemaligen Jugoslawien. Rund 130.000 Menschen verloren dabei ihr Leben, 2,5 Millionen mussten in andere Länder fliehen und 12.000 Menschen gelten weiterhin als vermisst. Nach den Kriegen müssen die neuen postjugoslawischen Staaten mit den Folgen von Kriegsverbrechen, ethnischen Säuberungen, massiven Fluchtbewegungen sowie den Zerstörungen von Kulturgut, Wirtschaft und Infrastrukturen umgehen.
Welche Formen des Erinnerns und Vergessens prägen die aktuellen Debatten? Welche Auswirkungen haben Opfer- und Täterdiskurse auf das gemeinsame Zusammenleben? Welchen Herausforderungen begegnet die Erinnerungsarbeit, und welche Rolle spielen dabei staatliche und zivilgesellschaftliche Initiativen, die juristische Aufarbeitung und internationale Akteure? Ist der Versöhnungsbegriff angebracht im postjugoslawischen Raum? Und brauchen demokratische Gesellschaften einen Erinnerungskonsens?
Mit einem Fokus auf die zivilgesellschaftliche Erinnerungsarbeit widmen wir uns insbesondere den neueren Entwicklungen in den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens, die darauf zielen, die in allen Gesellschaften dominanten nationalistischen Erinnerungsdiskurse zu überwinden.

Referierende
Dr. Jacqueline Nießer
studierte Kulturwissenschaften an der Europa-Universität Viadrina und promovierte zu zivilgesellschaftlicher transnationaler Erinnerungsarbeit im postjugoslawischen Raum an der Universität Regensburg. Sie ist Postdoktorandin in der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropa Studien der Universität Regensburg.

Dr. Nicolas Moll
promovierte in Neuester Geschichte an der Universität Freiburg i. Br. und lebt seit 2007 in Sarajevo, Bosnien und Herzegowina. Dort arbeitet er als freischaffender Historiker und Berater zu Themen der Vergangenheitsaufarbeitung im postjugoslawischen Raum.

Moderation
Dr. Julia Gerlach
Studienleiterin, Evangelische Akademie Sachsen

Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
12. Nov 2021 - 14. Nov 2021

Autorität und Dissens

Meißen Klosterhof St. Afra
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Die Wochenendtagung nimmt das Spannungsfeld von Autorität und Dissens in Politik und Religion in den Blick. Demokratische Staaten und christliche Kirchen sind für ihren Fortbestand auf Autorität und das Wirken von Autoritäten sowie einen konstruktiven Umgang mit Dissens als einem Herausfordern und Infragestellen etablierter Praxen, Haltungen und Beziehungen angewiesen. Gleichzeitig markieren Autorität und Dissens neuralgische Punkte der Integration pluralistischer Gesellschaften. Sie verweisen auf gefährliche Kippbewegungen ins Autoritäre, ins Extreme oder in gesellschaftliche Polarisierungen, an denen Gemeinschaften auseinanderdriften oder gar zerbrechen können. Die Notwendigkeit von Kontroversen, Vielstimmigkeit, Debatten, Streitkulturen und Widerspruch, aber eben auch das Angewiesensein auf Autoritäten, die klare Positionen vertreten und verantwortliche, mitunter vielleicht unpopuläre Entscheidungen treffen und als Persönlichkeiten mit „Ecken und Kanten“ wirken, scheinen Kirchen und Demokratien derzeit in besonderer Weise herauszufordern.
Was ist Autorität und wie wird Autorität in den Sphären christlicher Religion und demokratischer Politik erzeugt? Was ist Dissens und wie viel Dissens können bzw. müssen Demokratien und Kirchen aushalten? Gibt es Grenzen von Autorität und Grenzen der Austragung von Dissens – und wenn ja, wie konstituieren sich diese Grenzen? In welchem Verhältnis stehen Autorität und Dissens zueinander? Lassen sich nachlassendes Vertrauen in politische und religiöse Autoritäten, schwindende gesellschaftliche Bindewirkungen und aktuelle populistische Herausforderungen auch auf Wandel im Spannungsverhältnis von Autorität und Dissens zurückführen?
Im Rahmen der Tagung werden politische und ideengeschichtliche, theologische und kirchengeschichtliche sowie visuelle und ästhetische Perspektiven auf das Spannungsfeld von Autorität und Dissens miteinander in Dialog gesetzt.

Mitwirkende
Anna Walldorf – Studierendeninitiative theoversity, Universität Leipzig
Thomas Tiltmann – Hochschule Merseburg
Prof. Dr. Grit Straßenberger – Universität Bonn
Prof. Dr. Rochus Leonhardt – Universität Leipzig
Dr. Christian Kern – Technische Universität Dresden
Matthias Heitmann – Journalist und Buchautor, Frankfurt am Main
Luise Heitkamp – Studierendeninitiative theoversity, Universität Leipzig
Dr. Julia Gerlach – Evangelische Akademie Sachsen
Dr. Benedikt Brunner – Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz
Anna Berting – Studierendeninitiative theoversity, Universität Leipzig
Christian Behr – Superintendent Dresden Mitte


Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen