Veranstaltungen

Demokratie, Wirtschaft und Soziales



27. Apr 2021
„Der Entschluss zur Selbsttötung betrifft Grundfragen menschlichen Daseins und berührt wie keine andere Entscheidung Identität und Individualität des Menschen.“ Jeder hat das Recht auf Hilfe zur Selbsttötung. So hat das Bundesverfassungsgericht in einem Urteil im Februar 2020 entschieden. Was in Belgien, den Niederlanden und der Schweiz bereits seit vielen Jahren praktiziert wird, hat in Deutschland eine kontroverse Debatte unter Palliativmedizinern, Philosophen und Theologen ausgelöst.

Wenn Menschen ihr Leben und Leiden unerträglich finden, sollte auch in kirchlichen Pflegeeinrichtungen ein professionell assistierter Suizid möglich sein – das wollen namhafte Theologen wie der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, zulassen. Welches Menschen- und Gottesbild liegt dieser Position zugrunde? Wie lässt sie sich mit dem christlichen Glauben vereinbaren? Was bedeutet Assistenz bei der Selbsttötung konkret für christliche Einrichtungen und Mitarbeitende?

Mitwirkende

Ulrich Lilie Präsident Diakonie Deutschland
Friedrich München Stellv. Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Sachsen und Vorsitzender des Hospiz Verein Leipzig e. V.
Stephan Bickhardt Direktor und Studienleiter Religion
Dr. Julia Gerlach Studienleiterin Demokratie, Wirtschaft und Soziales
Andreas Roth Referent Öffentlichkeit

Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
29. Apr 2021
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Waldanschauungen: Eine typisch deutsche Beziehungsgeschichte zwischen Poesie und Politik

Online-Veranstaltung
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Der Wald ist weit mehr als die Summe seiner Bäume. Jede Gesellschaft hat ihre eigenen Bilder vom Wald. Seit dem 19. Jahrhundert verknüpfen einflussreiche Dichter und Denker im deutschsprachigen Raum das Naturphänomen Wald mit
gesellschaftlichen und politischen Bedeutungen. So gerät der „deutsche Wald“ – und in ihm besonders die „deutsche
Eiche“ – zu einer Projektionsfläche und einem vielgestaltigen Denkmuster, das die Beschwörung romantischer Sehnsuchtslandschaften wie auch die Legitimation nationalsozialistischer Herrschaftspraxis umfasst. Die Online-Veranstaltung spürt den Waldanschauungen von Poeten, Philologen, Publizisten und Propagandisten nach. Welche Rolle spielt der Wald in Poesie und Politik? Wie wurde und wird in Deutschland Heimat und nationale Identität mit dem Naturraum Wald verknüpft? Welche Zugänge ergeben sich daraus für Debatten um Waldsterben und Klimawandel?

Referent:
Dr. Johannes Zechner, Hamburg/Berlin
Nach dem Studium der Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaften promovierte Johannes Zechner an der Freien
Universität Berlin. In seiner Dissertation „Der deutsche Wald. Eine Ideengeschichte zwischen Poesie und Ideologie 1800–
1945“ verbindet er mehrere seiner Forschungsschwerpunkte:
die Geschichte des Umwelt- und Naturschutzes sowie der nationalsozialistischen Weltanschauung. Berufliche Stationen
beinhalten das Deutsche Historische Museum in Berlin sowie die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung in Hamburg.

Moderation:
Dr. Julia Gerlach, Studienleiterin Demokratie, Wirtschaft und Soziales

Anmeldung:
annett.mikosch@evlks.de

Kosten:
Die Veranstaltung ist kostenfrei
Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
10. Mai 2021
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Facetten politischen Widerstandes gestern und heute. Ein Online-Studientag zum 100. Geburtstag Sophie Scholls

Online-Veranstaltung
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Am 9. Mai 2021 wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Ihr Name und ihr Beitrag in der Weißen Rose stehen für den unerschütterlichen Glauben an Menschlichkeit, Zivilcourage und Widerstand gegen die menschenverachtende nationalsozialistische Diktatur. Ihre Überzeugung mussten Sophie Scholl und ihre Mitstreiter mit dem Leben bezahlen. Ausgehend von der Weißen Rose und kirchlichem Widerstand im Dritten Reich und in der DDR befasst sich der Studientag mit politischem Widerstand als Gegenstand in der Bildung sowie aktuellen Phänomenen von Widerstand im östlichen Europa.

Tagungsleitung:

Dr. Julia Gerlach, Evangelische Akademie Sachsen
PD Dr. Isabelle-Christine Panreck, Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung (HAIT), Dresden

Kooperationspartner: Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung (HAIT), Dresden

Kosten:
Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen unter: annett.mikosch@evlks.de
Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
18. Jun 2021 - 20. Jun 2021
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Wird aufgrund der Corona-Situation verschoben: Wald. Eine Beziehungsgeschichte zwischen Mensch und Natur

Meißen Klosterhof St. Afra
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Die Bilder von Wald sind so vielfältig wie dieser Lebensraum selbst. Wald steht für Schöpfung, Natur, grüne Lunge, Heimat und Rückzugsort, für Schauermärchen und Räuber, siegreiche Schlachten und Identität der Nation, für Poesie und Politik, Holzwirtschaft, Waldsterben und Spiegel des Klimawandels. Die Tagung blickt aus verschiedenen Perspektiven auf den Wald und seine gesellschaftliche Bedeutung, seine Vergangenheit und Zukunft und seinen Schutz als eine nachhaltige Mensch-Natur-Beziehung.

Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen