Veranstaltungen

Demokratie, Wirtschaft und Soziales



20. Mai 2022 - 22. Mai 2022
 - 

„Im Anfang war das Wort“: Sprache, Religion und Politik

Meißen Klosterhof St. Afra
Zur Veranstaltung/Anmeldung
Alle Dinge sind durch das Wort Gottes gemacht, heißt es im Johannesevangelium. Das Sprechen als erste Handlung Gottes in der Schöpfungserzählung ist nur ein Hinweis auf die Relevanz von Sprache für Religion. Gebet, Gesang oder Predigt sind in Worte gefasster Ausdruck des Glaubens. Auch für Politik ist Sprache alles. Demokratien leben von politischen Erzählungen, flammenden Reden und öffentlichen Debatten.
Die Wochenendtagung spürt der Rolle und Bedeutung von Sprache für Religion und Politik nach. Sie fragt, wie politische und religiöse Kontexte, Umbrüche und Krisen respektive Sprache sich wechselseitig beeinflussen. Sie wirft Schlaglichter auf die Vermittlung und Kommunikation von politischen und religiösen Inhalten und die Formierung von Identitäten durch Sprache, auf politische und religiöse Grenzen des Sagbaren, auf Sprachverrohung, Sprachlosigkeit und das Ringen um Worte in den Krisen unserer Zeit.

Mitwirkende

Roland Biewald
war von 1993 bis 2018 Professor für Religionspädagogik am Institut für Evangelische Theologie der Technischen Universität Dresden. Der Schwerpunkt seiner Arbeit lag auf der Religionsdidaktik, insbesondere für Berufsbildende Schulen. Gegenwärtig gestaltet er einzelne Fortbildungen zu unterschiedlichen religionsdidaktischen Konzeptionen wie Sozialisationsbegleitung, dialogisches und interreligiöses Lernen, Theologisieren mit Kindern und Jugendlichen. Ein besonderes Anliegen ist es dabei, theologische Sachfragen als Lernchancen für Glaube und Lebensgestaltung heute zu entdecken.
Julia Gerlach ist promovierte Politikwissenschaftlerin und seit 2017 Studienleiterin für Demokratie, Wirtschaft und Soziales an der Evangelischen Akademie Sachsen. Zu ihren Forschungsinteressen gehören das Spannungsfeld von Politik und Religion im östlichen Europa sowie politische Narrative. Veröffentlichungen zum Themenfeld der Tagung u.a. im Sammelband „The Role of Religion in Eastern Europe Today“ (2015).
Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet seit 2005 als freier Journalist, Publizist und Buchautor. Derzeit veröffentlich er vor allem für das Magazin CICERO, die Neue Zürcher Zeitung, die WELTWOCHE und den SPIEGEL. Arbeiten von ihm sind u.a. bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dem SCHWEIZER MONAT oder dem DEUTSCHLANDFUNK erschienen. 2017 veröffentlichte er den Essay „Hypermoral. Über die neue Lust an der Empörung“, 2022 „Entfremdet. Zwischen Realitätsverlust und Identitätsfalle“.
Philipp Greifenstein ist freier Journalist und Gründer sowie Redakteur des Magazins für Kirche, Politik und Kultur Die Eule (https://eulemagazin.de). Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören neben der aktuellen Kirchen- und Religionspolitik die Digitalisierung der Kirchen und das Themenfeld Rechtsradikalismus und Kirchen.
Alexander Lasch ist seit 2017 Professor für Germanistische Linguistik und Sprachgeschichte and der Technischen Universität Dresden. In Forschung und Lehre setzt er sich neben anderen Fragen auch mit dem Zusammenhang von Sprache und Religion auseinander. Im Moment unterstützt er im Kontext der Forschungen zur Herrnhuter Brüdergemeine die Entwicklung inter- und transdisziplinärer Projekte.
Diana Matut ist promovierte Judaistin und lehrt Jüdische Studien, Jiddisch und Jüdische Musik an der Universität Halle-Wittenberg und am Oxford Centre for Hebrew and Jewish Studies. Als Wissenschaftlerin hat sie sich der Erforschung der nahezu vergessenen westjiddischen Kultur und Sprache verschrieben, als Künstlerin der jiddischen Musik der Renaissance und des Barock.

Kosten
Die Tagungskosten betragen regulär 130,00 EUR pro Person im Doppelzimmer und 135,00 EUR im Einzelzimmer. Junge Menschen in Ausbildung oder Studium zahlen 80,00 EUR im Doppelzimmer und 100,00 EUR im Einzelzimmer. Auf vorherige schriftliche Anfrage hin ist eine Ermäßigung für Personen mit geringem Einkommen möglich. In den Tagungskosten sind zwei Übernachtungen mit Vollpension sowie ein Tagungsbeitrag enthalten.

Anmeldung
Ihre Anmeldung ist über die Webseite, per E-Mail oder Telefon möglich. Ansprechpartnerin ist Frau Kerstin Dreyer: akademie@evlks.de oder 0351 – 8124 319. Sie erhalten eine schriftliche Anmeldebestätigung.

Tagungsort
Klosterhof St. Afra, Freiheit 16, 01662 Meißen

Förderung
Die Tagung wird durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) sowie von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen gefördert. Die Evangelische Akademie Sachsen ist Mitglied der Evangelischen Akademien in Deutschland e. V. (EAD).


Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
24. Mai 2022
 - 

Ukrainekrieg und Welternährung

Online-Veranstaltung
Zur Veranstaltung/Anmeldung
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine bringt unermessliches Leid über die Menschen im Land. Die Folgen des Krieges könnten bald weltweit zu spüren sein: die Sorge um die weltweite Nahrungsversorgung wächst. Die Ukraine und Russland gehören zu den größten Exporteuren von Weizen, Sonnenblumenöl, Mais, Gerste und anderen Grundnahrungsmitteln. Durch den Angriffskrieg Russlands sind Aussaat und Ernte gefährdet und Produktionsausfälle wahrscheinlich. Schäden an Infrastrukturen wie Bahnlinien und durch die russische Seeblockade gesperrte Häfen ermöglichen nur geringe Exporte aus der Ukraine. Darüber hinaus ist der Export verschiedener Düngemittel wie Kalium und Nitrat aus Russland und Weißrussland aufgrund von Ausfuhrbeschränkungen zurückgegangen. Beide Länder sind wichtige Exporteure von Düngemitteln, und durch die Unterbrechung der Düngemittelausfuhr sind die Produktionskosten für verschiedene Lebensmittel international gestiegen.
Bereits infolge der Corona-Pandemie sind die Preise für Grundnahrungsmittel erheblich gestiegen und haben auch vor dem Hintergrund von Dürren und Kriegen zu steigenden Nahrungsmittelpreisen in Nordafrika und anderen Teilen der Welt geführt. Der Krieg gegen die Ukraine treibt Nahrungs- und Energiepreise weiter in die Höhe, was gerade die einkommensschwachen Menschen in Afrika und Asien hart trifft. Auch wegen der Kosten der Pandemie fehlt vielen Ländern die finanzielle Ausstattung, um etwa durch Subventionen auf die Notlage zu reagieren. Steigende Weltmarktpreise sind auch für internationale Hilfsprogramme wie das World Food Programm der FAO eine Herausforderung.
In einer Online-Veranstaltung wollen wir auf den Ukrainekrieg und seine Auswirkungen auf Versorgungslagen auf den Weltagrarmärkten blicken. Wie wirkt sich der Ukrainekrieg auf die globale Nahrungsmittelversorgung aus? Muss mit Hungersnöten gerechnet werden? Wie kann die Ernährungssicherheit verbessert werden? Wir laden ein zu Vortrag und Gespräch von und mit dem Agrarökonomen Dr. Tinoush Jamali Jaghdani vom Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) in Halle (Saale).

Referent
Dr. Tinoush Jamali Jaghdani
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Agrarmärkte, Agrarvermarktung und Weltagrarhandel am Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) in Halle/Saale. Seine Arbeitsschwerpunkte beinhalten u.a. Preisvolatilität bei Nahrungsmitteln und Lebensmittel-Lieferketten. Herr Jaghdani hat Beratungsprojekte für die Weltbank im Iran, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen in der Türkei durchgeführt. Er hat am Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Georg-August-Universität Göttingen promoviert und war dort als PostDoc tätig.

Moderation
Christoph Boosen
Sächsische Entwicklungspolitische Bildungstage (SEBIT)
Dr. Julia Gerlach Evangelische Akademie Sachsen


Technik
Die Online-Veranstaltung wird mithilfe der Videokonferenzsoftware Zoom durchgeführt. Sie können Zoom vorab auf Ihrem Gerät testen. Den Zugangslink übersenden wir Ihnen zeitnah zum Termin per E-Mail. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an uns.

Kooperation
Die Online-Veranstaltung ist eine Kooperation der Sächsischen Entwicklungspolitischen Bildungstage (SEBIT) und der Evangelischen Akademie Sachsen.

Anmeldung
Kerstin Dreyer akademie@evlks.de

Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
03. Jun 2022
 - 

Ukrainekrieg: Hintergründe und Auswirkungen

Zur Veranstaltung/Anmeldung
Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Aus vielen Teilen des Landes werden Militäraktionen gemeldet. Neben der Einnahme von Städten und strategischen Zielen geht die russische Armee gezielt gegen Zivilisten und zivile Einrichtungen vor. Wohngebiete, Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten, ja sogar einzelne Zivilisten geraten unter Beschuss. Die ukrainische Armee und Freiwillige versuchen nach Kräften, die Invasion abzuwehren. Menschen leiden, müssen fliehen, um ihr Leben fürchten, Menschen sterben. Er herrscht Krieg in der Ukraine – Krieg in Europa. Für die meisten Menschen hierzulande kam der Krieg überraschend und ist noch immer kaum vorstellbar.
Die Veranstaltung beleuchtet Hintergründe und Auswirkungen des Krieges. Sie wirft Schlaglichter auf politische Entwicklungen in Russland und in der Ukraine nach dem Zerfall der Sowjetunion und skizziert die weitreichenden Folgen des Angriffskrieges für die Ukraine und Russland, Europa und die Weltgemeinschaft. Nach einem einführenden Vortrag sind alle Teilnehmer zum Austausch eingeladen.


Referentin
Dr. Julia Gerlach
ist Politikwissenschaftlerin mit einem Regionalfokus auf das östliche Europa und seit 2017 Studienleiterin für Demokratie, Wirtschaft und Soziales an der Evangelischen Akademie Sachsen. Berufliche Stationen u.a. am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin, am Aleksanteri Institut der Universität Helsinki, am Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO) und an der Staatlichen Agraruniversität Bila Zerkwa/Ukraine.

Kooperation
Die Veranstaltung wird als Kooperation der Volkshochschule des Landkreises Meißen mit der Evangelischen Akademie Sachsen durchgeführt.

Anmeldung und Teilnahmegebühr
Bitte melden Sie sich über die Webseite der Volkshochschule des Landkreises Meißen (https://www.vhs-lkmeissen.de/programm/gesellschaft.html/kurs/530-C-22A155001/t/ukrainekrieg-hintergruende-und-auswirkungen-vortrag-und-gespraechsrunde) oder telefonisch unter 0351 8304788 an. Die Teilnahmegebühr beträgt 6,- EUR, zu zahlen an die Volkshochschule des Landkreises Meißen.

Veranstaltungsort
Volkshochschule im Landkreis Meißen e. V.
Geschäftsstelle Radebeul
DIREKT IM EHEM. BAHNHOF RADEBEUL OST
Sidonienstraße 1 a
01445 Radebeul


Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen
02. Jul 2022
 - 

Waldumbau in Zeiten des Klimawandels. Ein Studientag vor Ort im Waldgebiet Moritzburg

Zur Veranstaltung/Anmeldung
Im Wald werden Schönheit und Fülle der Schöpfung mit allen Sinnen fühlbar und erfahrbar. Beim Studientag vor Ort im Waldgebiet Moritzburg geht es um unseren Wald als lebendigen Ausdruck der Schöpfung, die es zu bewahren gilt. Im Mittelpunkt stehen Klimawandel, Waldumbau und Waldbewirtschaftung, neben Einblicken in die Jagd- und Waldgeschichte von Sachsens königlichem Wald.
Der Studientag beginnt mit dem Besuch der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Moritzburg und einer Andacht um Verantwortung für die Schöpfung, gestaltet von der Initiative anders wachsen der Kirchgemeinden Moritzburg und Reichenberg. Daran schließt sich eine zweistündige Wanderung mit Vortrag im Waldgebiet Moritzburg mit der Försterin Jana Weisbach (Sachsenforst) an. Bei einem gemeinsamen Mittagessen gibt es Gelegenheit zu Austausch und Diskussion. Der Studientag klingt mit Waldpoesie aus. Im Rahmen des Studientags legen wir eine Wegstrecke von ca. acht Kilometern zu Fuß zurück. Tempo und Inhalte sind familienfreundlich, Familien mit Kindern herzlich willkommen. Nähere Informationen finden Sie im Webflyer (siehe unten).

Mitwirkende
Aktive der Initiative anders wachsen der Kirchgemeinden Moritzburg und Reichenbach
, einer bundesweit organisierten christlichen Initiative, die sich kritisch mit Fragen von Schöpfung, Nachhaltigkeit und Wachstum auseinandersetzt. Sie wurde 2011 in Leipzig gegründet.
Dr. Julia Gerlach, Politikwissenschaftlerin und Studienleiterin für Demokratie, Wirtschaft und Soziales an der Evangelischen Akademie Sachsen.
Jana Weisbach, Försterin beim Staatsbetrieb Sachsenforst und im Forstbezirk Dresden für Öffentlichkeitsarbeit und Waldpädagogik zuständig.

Teilnahme und Anmeldung
Die Teilnehmendenzahl ist auf maximal 25 Personen begrenzt. Ihre Anmeldung richten Sie bitte bis spätestens zum 15. Juni 2022 an Kerstin Dreyer (Tagungssekretariat), akademie@evlks.de oder 0351/81 243 19. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung.

Kosten
Für die Teilnahme am Studientag wird eine Gebühr erhoben, die einen Beitrag zur Deckung der Kosten leistet. Inbegriffen sind Saalmiete, Waldwanderung, Mittagessen sowie für die gemeinsam Anreisenden die Hinreise mit der Lößnitzgrundbahn von Radebeul Ost nach Moritzburg. Bei individueller Anreise beträgt die Teilnahmegebühr 15,- EUR, bei gemeinsamer Anreise 20,- EUR. Kinder zahlen 5,- EUR und damit lediglich einen Beitrag für das Mittagessen.
Bei Verhinderung Ihrer Teilnahme melden Sie sich bitte spätestens fünf Tage vor Beginn der Veranstaltung, d.h. bis zum 27. Juni 2022, ab, da wir sonst Ausfallgebühren in voller Höhe des Teilnahmebeitrags erheben müssen.

Förderung
Die Tagung wird durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) sowie von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen gefördert. Die Evangelische Akademie Sachsen ist Mitglied der Evangelischen Akademien in Deutschland e. V. (EAD).


Veranstalter:
Evangelische Akademie Sachsen