Nachrichten

Veranstaltungsort: Dresden Stadtmuseum

17. Jun 2021
 - 

Ulrike Draesner liest: „Schwitters“

Dresden Stadtmuseum
Zur Veranstaltung/Anmeldung
Kurt Schwitters ist 49, als ihn die Nationalsozialisten zur Flucht aus Hannover zwingen. Sein Werk, Besitz, die Eltern und seine Frau Helma bleiben zurück. Die Kunst weicht der Kunst des Überlebens. Im Lake District beginnt Schwitters‘ zweites Leben in fremder Sprache. Wantee, die neue Frau an seiner Seite, hält ihn auf Kurs und seinen Kopf über Wasser. Er arbeitet mit irrwitziger Disziplin. Wer ihn dabei beobachtet, begreift: Kunst bildet die Welt nicht nach. Sie übersetzt sie in Formen, die uns berühren. In ihrem Roman folgt Ulrike Draesner dem Schriftsteller und bildenden Künstler ins Exil, lässt ihn, seine Frau, seinen Sohn und seine Geliebte sprechen. In einer virtuosen Mischung aus Fakten und Fiktion entsteht das Panorama einer Zeit, in der angesichts einer brennenden Welt neu um Freiheit und Kultur gerungen wird. Ein tiefgründiger, dabei humorvoller Roman über die Kraft der Kunst, darüber, wie sie entsteht und was sie vermag.

Team: Axel Helbig, Literarische Arena e.V.; Richard Stratenschulte, Städtische Museen Dresden; Dr. Kerstin Schimmel, Ev. Akademie Sachsen

25. Mai 2021 - 09. Mai 2021
 - 

Dorothea Grünzweig liest im Stadtmuseum Dreden

Dresden Stadtmuseum
Zur Veranstaltung/Anmeldung
29. Apr 2021
 - 

Zsuzsanna Gahse liest: „Schon bald“

Dresden Stadtmuseum
Zur Veranstaltung/Anmeldung
Zsuzsanna Gahses Muttersprache ist das Ungarische. Nach dem Ungarnaufstand 1956 floh die Familie in den Westen. In Wien und später in Kassel eignete sie sich die deutsche Sprache an und veröffentlichte ab 1969 literarische Texte und begann einige Jahre später, ermuntert durch ihren Mentor Helmut Heißenbüttel, mit ihrer Übersetzungstätigkeit. Inzwischen wurde sie vielfach ausgezeichnet und erhielt u.a. den Aspekte-Literaturpreis, den Italo-Svevo-Preis sowie den Schweizer Literaturpreis. In ihrem aktuellen Buch steht „Schon bald“ ein Aufbruch zu etwas Neuem an und während die Wohnung sich leert, stellt ein altes Paar sich die Frage nach dem was bleibt, wenn man sein bisheriges Leben hinter sich lässt. Es geht um Abschied und Aufbruch und um Entrümpelung, die sich nicht nur auf die Nussbaummöbel, sondern auch auf Lebensgeschichten und Träume bezieht – und es geht darum, die Leere wieder zu füllen.

Team: Axel Helbig, Literarische Arena e.V.; Richard Stratenschulte, Städtische Museen Dresden; Dr. Kerstin Schimmel, Ev. Akademie Sachsen

04. Mär 2021 - 09. Mär 2021
 - 

Dorothee Elmiger liest: „Aus der Zuckerfabrik“

Dresden Stadtmuseum
Zur Veranstaltung/Anmeldung
Dorothee Elmiger folgt den Spuren des Geldes und des Verlangens durch die Jahrhunderte und die Weltgegenden. Sie entwirft Biografien von Mystikerinnen, Unersättlichen, Spielern, Orgiastinnen und Kolonialisten, protokolliert Träume und Fälle von Ekstase und Wahnsinn. „Aus der Zuckerfabrik“ ist die Geschichte einer Recherche, ein Journal voller Beobachtungen, Befragungen und Ermittlungen. Ein Text, der den Blick öffnet für die Komplexität dieser Welt. „Dorothee Elmiger gelingt es, die brennenden Zeitfragen in eine poetische Prosa umzusetzen, die einen in der literarischen Welt neuen, unerhörten Klang anschlägt.“ Mit diesen Worten begründete der Autor und Juror Reto Hänny, warum seine Wahl für den Erich-Fried-Preis 2015 auf Dorothee Elmiger fiel. Tatsächlich hat diese Autorin mit ihren bislang drei Büchern einen unverwechselbar eigenen Ton in die deutschsprachige Gegenwartsliteratur gebracht.
Die Lesung wird gefördert von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia

Team: Axel Helbig, Literarische Arena e.V.; Richard Stratenschulte, Städtische Museen Dresden; Dr. Kerstin Schimmel, Ev. Akademie Sachsen

25. Feb 2021
 - 

Francesco Micieli liest: „Vom Verschwinden der Cousine“

Dresden Stadtmuseum
Zur Veranstaltung/Anmeldung
Francesco Micielis Erzählung ist ein poetisches und zugleich trauriges Buch. Beschrieben wird der schwer erklärliche Verlust eines Menschen, der ein Teil des eigenen Ichs gewesen zu sein schien. Der Erzähler und seine etwas ältere Cousine – bereits Mutter zweier Kinder – gehören der aussterbenden italo-albanischen Minderheit der Arbreshë an. – „Wir trugen nicht nur unser eigenes Verschwinden in uns, sondern bereits das Verschwinden von Generationen.“ – Mit der Cousine konnte er die verlorene Muttersprache sprechen, die Mythen der Kindheit aufleben lassen. Zugleich waren beide so schweizerisch geworden, „wie es nur Menschen werden konnten, die aus einem anderen Land stammen.“ Im Text werden dafür sprachlich eindringliche Bilder heraufbeschworen. Micielis neues Buch ist voller Schönheit der Gedanken und der Sprache. Voller Probleme, die mitten ins Herz und ins Hirn treffen. Ein wirklich großes Buch, das sich nicht vordrängt und trotzdem ankommt.
Die Lesung wird gefördert von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia

Team: Axel Helbig, Literarische Arena e.V.; Richard Stratenschulte, Städtische Museen Dresden; Dr. Kerstin Schimmel, Ev. Akademie Sachsen

27. Jan 2021
 - 

Marcel Beyer liest: „Dämonenräumdienst“

Dresden Stadtmuseum
Zur Veranstaltung/Anmeldung
„[…] aber sag mir, / was Buchstaben sind. Löse dich von / deinen Vorlagen. Sprich schneller. / Niemand hier muß verstehen, / was du sagst […]“
Unerhörtes trägt sich zu in den lange erwarteten neuen Gedichten von Marcel Beyer. In jeder einzelnen der exakt vierzig Verszeilen langen Poeme nimmt sich eine andere Figur jede Freiheit, die die strenge Begrenzung ihr lässt, erzählt Geschichten, paraphrasiert Übersetzungen, stellt Reihungen an – kurz: Sie treiben es bunt, manchmal auch wild, so dass am Ende gesagt werden muss: Es wird ernst! Und damit stehen wir poetisch wieder mitten im Leben mit all seinen Licht- und Schattenseiten. Marcel Beyers Geistesblitze rütteln auf und streuen Sand ins Getriebe des allzu Sicheren und so sind auch wir aufgefordert, uns einzumischen.

Team: Axel Helbig, Literarische Arena e.V.; Richard Stratenschulte, Städtische Museen Dresden; Dr. Kerstin Schimmel, Ev. Akademie Sachsen

05. Nov 2020
 - 

Wird verschoben: „Dämonenräumdienst“

Dresden Stadtmuseum
Zur Veranstaltung/Anmeldung
„[…] aber sag mir,/ was Buchstaben sind. Löse dich von /deinen Vorlagen. Sprich schneller./ Niemand hier muß verstehen, / was du sagst […].“
Unerhörtes trägt sich zu in den lange erwarteten neuen Gedichten von Marcel Beyer. In jedem einzelnen der exakt vierzig Verszeilen langen Poeme nimmt sich eine andere Figur jede Freiheit, die die strenge Begrenzung ihr lässt, erzählt Geschichten, paraphrasiert Übersetzungen, stellt Reihungen an – kurz: Sie treiben es bunt, manchmal auch wild, so dass am Ende gesagt werden muss: Es wird ernst! Und damit stehen wir poetisch wieder mitten im Leben mit all seinen Licht- und Schattenseiten. Marcel Beyers Geistesblitze rütteln auf und streuen Sand ins Getriebe des allzu Sicheren und so sind auch wir aufgefordert, uns einzumischen.

VA-Ort : Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Str. 2, 01067 Dresden, Eingang Landhausstraße

Kooperation: Städtische Museen Dresden, Literarische Arena e.V.

29. Okt 2020
 - 

Leider abgesagt: „Unsanfte Bilder“ und „Zweifel“

Dresden Stadtmuseum
Zur Veranstaltung/Anmeldung
Fues Essays brillieren mit Faktenreichtum und Analysen. Leser*innen werden zum Lesen, Denken und Handeln erzogen. Die Themen, die Fues für diesen Exkurs im Denken auswählt sind jene, die unseren Alltag mehr und mehr bestimmen: Wie schaffen wir es, mit unserer Umwelt so umzugehen, dass wir sie mit gutem Gewissen an unsere Kinder und Enkelkinder übergeben können? Wie kommen wir aus der Wachstumsschleife heraus, die uns eine fortwährende Ausbeutung der Erde aufzwingt? Was ist das Erfolgskonzept rechtskonservativer nationalistischer Parteien? Wie schaffen wir es, den IS aus der Welt zu bekommen? Kaum zu glauben, dass ein Denker dies alles zusammen denken kann – Fues macht es und stiftet mit Vergnügen zum Zweifel an.

VA-Ort : Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Str. 2, 01067 Dresden, Eingang Landhausstraße

Kooperation: Städtische Museen Dresden, Literarische Arena e.V.

21. Okt 2020
 - 

Jaroslav Rudiš liest aus seinem Roman „Winterbergs letzte Reise“

Dresden Stadtmuseum
Zur Veranstaltung/Anmeldung
Der Tscheche Jan Kraus arbeitet als Altenpfleger in Berlin. Er begleitet Schwerkranke in den letzten Tagen ihres Lebens. Die Zeit, die er mit seinen Patienten verbringt, nennt er „Überfahrt“. Einer seiner „Matrosen“ ist Wenzel Winterberg, geboren 1918 in Liberec, Reichenberg – ein nach dem Krieg aus der Tschechoslowakei vertriebener Sudentendeutscher. Als Kraus ihn kennenlernt, liegt er gelähmt und abwesend im Bett. Es sind Kraus‘ Erzählungen aus seiner Heimat, die Winterberg ins Leben zurückholen. Er bittet Kraus, ihn auf seiner letzten Reise zu begleiten – eine Reise, die die beiden von Berlin über Reichenberg, Prag, Wien und Budapest nach Sarajevo führt, mitten durch die Geschichte Mitteleuropas. Jaroslav Rudiš hat für seinen auf Deutsch verfassten Roman den renommierten Chamisso-Preis/Hellerau 2019 erhalten.

VA-Ort : Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Str. 2, 01067 Dresden, Eingang Landhausstraße

Kooperation: Städtische Museen Dresden, Literarische Arena e.V.

08. Okt 2020
 - 

Brian Turner – Gedichte

Dresden Stadtmuseum
Zur Veranstaltung/Anmeldung
Brian Turner war Leiter einer Infanterie-Division im Irakkrieg und zählt zur ersten Generation der War Poets nach 9/11. Seine Gedichte sind in der New York Times und der Washington Post hoch gelobt worden, weil sie schonungslos und offen den Krieg beleuchten. Im Beschreiben des Schreckens zeichnet Brian Turner nicht nur Tod und Zerstörung, sondern sucht auch nach Zeichen von Menschlichkeit und Zivilisation, nach dem was überdauert oder eben auch nicht. So heißt es in dem Gedicht „Anschlag auf die Mutanabbi Street“: „Der Renaissance Bookstore / Himmelwärts quillt eine riesige Wolkensäule / gespeist vom Kitāb al-Aġānī / al-Isfahānīs Buch der Lieder, al-Khansās Elegien, / […] / religiösen Traktaten, Manifesten, Übersetzungen / von Homer, Shakespeare, Whitman, Neruda. / Buchseiten rollen ihre sich bräunenden Spitzen ein / in den blauen Zungen des Feuers, Vers um Vers / Steigen sie empor die langen Jahrhunderte über Bagdad / allen offenbar.“

Paul-Henri Campbell, deutsch-amerikanischer Schriftsteller, Übersetzer, Herausgeber und Theologe wird die Lesung moderieren.

VA-Ort : Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Str. 2, 01067 Dresden, Eingang Landhausstraße

Kooperation: Städtische Museen Dresden, Literarische Arena e.V.